
Der Frühling schmeckt nach Baden-Württemberg
Redaktion the plätform · 30.03.2025
Die Tage werden länger, die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzeln die Nase – und auf den Tellern gibt’s endlich wieder das Beste, was der Frühling zu bieten hat: Spargel, Bärlauch und viele andere regionale Köstlichkeiten! Baden-Württemberg ist nicht nur ein Paradies für Genießer, sondern auch ein echtes Eldorado für saisonale und regionale Zutaten. Wer einmal frischen badischen Spargel probiert oder selbst Bärlauch im Wald gesammelt hat, weiß: Frühling schmeckt einfach unvergleichlich!
Spargelzeit in Baden-Württemberg – Das „weiße Gold“
Kaum ein Gemüse wird hierzulande so sehnsüchtig erwartet wie der erste Spargel der Saison. Besonders bekannt sind die Anbaugebiete rund um Schwetzingen, Bruchsal und die gesamte Rheinebene. Die leichten Sandböden dort sorgen für besonders zarten und aromatischen Spargel.
Traditionell startet die Spargelzeit Ende März oder Anfang April – je nach Wetterlage – und dauert bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Danach haben die Pflanzen Zeit, sich zu regenerieren, damit es im nächsten Jahr wieder heißt: „Spargel satt!“
Wo gibt’s den besten Spargel?
Am besten natürlich direkt beim Bauern! Viele Höfe bieten frischen Spargel zum Selbstschälen oder fertig geschält an. Besonders empfehlenswert sind die zahlreichen Spargelhöfe in der Kurpfalz und entlang der Badischen Spargelstraße. Ein Highlight für alle Spargel-Fans ist das jährliche Schwetzinger Spargelfest, bei dem sich alles um das königliche Gemüse dreht.
Kleiner Tipp: Wer beim Spargelkauf sparen will, greift zu den etwas dünneren Stangen – geschmacklich stehen sie den dicken Kollegen in nichts nach, sind aber oft günstiger!
Bärlauch – Der würzige Frühlingsbote
Wenn der Wald nach Knoblauch duftet, dann ist Bärlauchzeit! Von März bis Mai wächst das aromatische Kraut in schattigen Wäldern – besonders gerne entlang von Flussufern und Bachtälern. Beliebte Sammelgebiete sind der Schönbuch, das Remstal oder der Nordschwarzwald.
Bärlauch sammeln – aber richtig!
Wer Bärlauch selbst pflücken möchte, sollte sich gut auskennen! Die Blätter sehen denen des giftigen Maiglöckchens und der Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Ein einfacher Trick: Reibe ein Blatt zwischen den Fingern – riecht es nach Knoblauch, hast du Bärlauch erwischt. Aber Vorsicht: Hände danach waschen, denn der Geruch kann täuschen, wenn du später ein anderes Blatt prüfst.
Was macht man mit Bärlauch?
Von Bärlauchpesto über Bärlauchsuppe bis hin zu Bärlauchbutter – das würzige Kraut ist unglaublich vielseitig. Ein echter Geheimtipp ist Bärlauch-Flammkuchen: einfach ein paar frische Blätter hacken, mit Crème fraîche vermengen und auf den Teig streichen – ein Genuss!
Noch mehr Frühlingsgenuss: Radieschen, Rhabarber & Co.
Neben Spargel und Bärlauch gibt es im Frühling noch viele weitere regionale Leckereien.
-
Radieschen – Die knackigen kleinen Knollen sind perfekt für Salate oder einfach aufs Butterbrot. Sie wachsen in Baden-Württemberg fast überall und kommen oft frisch vom Feld auf den Wochenmarkt.
-
Rhabarber – Technisch gesehen ein Gemüse, aber am liebsten verarbeiten wir ihn zu süßem Kompott oder Kuchen. Besonders beliebt ist der schwäbische Rhabarberkuchen mit Streuseln.
-
Feldsalat – Auch wenn er im Winter Saison hat, schmeckt er im Frühling besonders gut, da er dann weniger Bitterstoffe enthält. Ein Schuss Kürbiskernöl dazu – perfekt!
Des Koschtnix-Extra: Genuss ohne großes Budget
Wer regional und saisonal einkauft, kann nicht nur den besten Geschmack genießen, sondern auch bares Geld sparen! Hier ein paar Tipps:
-
Wochenmärkte besuchen – Kurz vor Marktschluss gibt’s oft günstigere Preise, weil die Händler ihre Ware loswerden wollen.
-
Selbst ernten – Viele Bauernhöfe bieten „Selbstpflück“-Felder an, z. B. für Erdbeeren oder Spargel. Das ist günstiger und macht Spaß!
Also, ab in die Natur, ran an den Spargel und lasst euch den Frühling auf der Zunge zergehen!
Frühlingshafte Grüße und guten Appetit!
